Kaffee wird nicht schlecht, er wird schal. Das ist ein wichtiger Unterschied – und der Grund, warum das Mindesthaltbarkeitsdatum kaum weiterhilft.
Das MHD sagt wenig
Es liegt meist ein bis zwei Jahre nach der Röstung. Bis dahin ist der Kaffee unbedenklich, aromatisch aber längst nicht mehr interessant.
Die aussagekräftige Angabe ist das Röstdatum. Gute Röster drucken es auf – wenn keines drauf ist, sagt das schon etwas.
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Das Zeitfenster
Tag 1 bis 5: zu frisch. Der Kaffee gast noch stark aus, der Bezug wird unruhig, der Geschmack unrund.
Woche 1 bis 4: das beste Fenster. Für Espresso oft die zweite bis vierte Woche.
Monat 2 bis 3: noch gut, aber die Klarheit lässt nach. Die Crema wird dünner.
Ab Monat 4: trinkbar, aber flach. Die Höhen sind weg.
Gemahlen ist eine andere Rechnung
Da reden wir nicht über Wochen, sondern über Tage. Nach einer Woche im offenen Beutel ist der größte Teil des Aromas weg.
Woran du es merkst
Die Crema wird dünner und fällt schneller zusammen. Der Duft beim Öffnen der Dose lässt nach. Und im Geschmack verschwinden zuerst die feinen Noten – übrig bleibt eine allgemeine Kaffeebitterkeit.
Die praktische Konsequenz
Kauf Mengen, die du in vier bis sechs Wochen schaffst. Ein Kilo klingt günstig, ist aber teuer, wenn die Hälfte schal wird.
