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Brew Ratio: das Verhältnis 1:2 erklärt

Das Verhältnis von Kaffee zu Ausgabe steuert Stärke und Charakter: Was 1:2 bedeutet, wann 1:1,5 sinnvoll ist und wie du es misst.

Brew Ratio ist das Verhältnis von eingewogenem Kaffee zu dem, was in der Tasse landet. Es ist die zweitwichtigste Stellschraube nach dem Mahlgrad.

Was 1:2 bedeutet

Aus 18 Gramm Kaffee kommen 36 Gramm Espresso. Das ist der gängige Ausgangswert für einen klassischen doppelten Espresso.

Wichtig: Gemessen wird in Gramm, nicht in Millilitern. Crema verfälscht das Volumen, das Gewicht nicht.

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Kürzer: 1:1 bis 1:1,5

Ein Ristretto-Bereich. Der Espresso wird dichter, süßer, sirupartiger. Weniger Säure, weniger Klarheit.

Passt gut zu dunkleren Röstungen und wenn du Milchgetränke machst – der Kaffee setzt sich besser gegen die Milch durch.

Länger: 1:2,5 bis 1:3

Der Lungo-Bereich. Klarer, säurebetonter, mehr Fruchtnoten treten hervor.

Passt zu hellen Röstungen und zum puren Trinken, wenn du die Herkunft der Bohne schmecken willst.

Warum es funktioniert

Beim Bezug lösen sich die Bestandteile nacheinander. Je länger du laufen lässt, desto mehr von den späteren Anteilen kommt mit – erst Süße, dann Bitterstoffe.

Ein kurzes Verhältnis fängt nur den Anfang ein, ein langes nimmt mehr mit.

Was du brauchst

Eine Waage, die unter der Tasse Platz hat. Ohne Messung ist das Verhältnis Schätzung – und dann vergleichst du Zufall.

Der praktische Weg

Fang bei 1:2 an. Wenn es zu dünn wirkt, kürzer ziehen. Wenn es zu schwer und stumpf ist, länger. Auch hier: eine Änderung auf einmal.

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