Zwei verschiedene Ablagerungen, zwei verschiedene Mittel. Wer nur entkalkt, wundert sich, warum der Espresso trotzdem nicht besser schmeckt.
Kalk sitzt innen, Fett sitzt außen
Kalk lagert sich im Wasserkreislauf ab – Kessel, Leitungen, Thermoblock. Er kostet Leistung und irgendwann die Maschine, aber er schmeckt nicht.
Kaffeefett setzt sich dort ab, wo der Kaffee durchläuft – Brühgruppe, Dusche, Siebe. Es oxidiert und wird ranzig. Das schmeckt man.
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Ein Entkalker löst kein Fett
Entkalker sind Säuren, sie lösen Mineralien. Kaffeefett ist ein Lipid – dagegen brauchst du ein alkalisches Reinigungsmittel. Die beiden ersetzen einander nicht.
Wie oft was
Reinigen: wöchentlich rückspülen. Das ist das, was den Geschmack hält.
Entkalken: je nach Wasserhärte alle zwei bis sechs Monate. In weichen Regionen seltener, in harten häufiger. Viele Maschinen melden es selbst.
Die Reihenfolge
Erst reinigen, dann entkalken. Wenn Fett in der Brühgruppe sitzt, kommt der Entkalker schlechter an den Kalk heran.
Und nach beidem gründlich nachspülen – den ersten Bezug danach wegschütten.
