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Espresso schmeckt sauer – was tun?

Saurer Espresso bedeutet meist Unterextraktion: zu grob gemahlen, zu kurz gelaufen oder zu kalt gebrüht. Was du in welcher Reihenfolge änderst.

Sauer heißt fast immer: zu wenig herausgelöst. Das Wasser war zu kurz oder zu wenig im Kontakt mit dem Kaffee.

Was Unterextraktion bedeutet

Beim Bezug lösen sich die Bestandteile nacheinander: zuerst Säuren, dann Süße, zuletzt Bitterstoffe. Wenn der Bezug zu früh endet, bleibt es bei den Säuren.

Der Espresso schmeckt dann scharf-sauer, dünn, oft auch salzig. Die Crema ist hell und fällt schnell zusammen.

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Was du änderst – in dieser Reihenfolge

1. Feiner mahlen. Der wirksamste Hebel. Feineres Mehl bietet mehr Oberfläche und mehr Widerstand, der Bezug dauert länger.

2. Mehr Kaffee einwiegen. Ein bis zwei Gramm mehr erhöhen den Widerstand ebenfalls.

3. Bezugszeit prüfen. Ein doppelter Espresso sollte etwa 25 bis 32 Sekunden laufen. Deutlich darunter ist ein klares Zeichen.

4. Temperatur. Zu kühles Wasser löst weniger. Falls deine Maschine einstellbar ist, ein paar Grad höher.

Wenn es sauer und bitter ist

Dann ist es kein Extraktionsproblem, sondern Channeling – ein Teil wurde überspült, der andere kaum berührt. Dagegen hilft kein Mahlgrad, sondern gleichmäßige Verteilung mit einem WDT Tool.

Wenn nichts hilft

Manche hell gerösteten Bohnen sind von Natur aus säurebetont. Wenn du alles durchprobiert hast und es bleibt spitz, liegt es an der Röstung – nicht an dir.

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