Das Herz ist das erste Muster, das man lernt – und das, an dem sich alles andere aufbaut. Wer es sicher gießt, kann auch Rosetta und Tulpe.
Voraussetzung: der Schaum muss stimmen
Die Oberfläche muss glänzen wie nasse Farbe. Wenn sie matt ist oder Blasen zeigt, wird kein Muster daraus. Dann lieber neu ansetzen als versuchen zu retten.
Phase 1: aus der Höhe eingießen
Tasse leicht schräg halten. Das Kännchen etwa fünf bis acht Zentimeter über der Tasse ansetzen und in die Mitte gießen.
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Aus dieser Höhe taucht die Milch unter die Crema, statt oben aufzuliegen. Die Tasse füllt sich, ohne dass sich etwas an der Oberfläche zeigt – das ist richtig so.
Phase 2: runter und ansetzen
Wenn die Tasse etwa zu zwei Dritteln voll ist, gehst du mit dem Kännchen dicht an die Oberfläche. Jetzt schwimmt der Schaum oben auf, und ein weißer Punkt erscheint.
Das ist der Moment, den die meisten zu spät erwischen. Zu früh: Der Punkt verläuft. Zu spät: Die Tasse ist voll, bevor das Muster steht.
Phase 3: durchziehen
Den Punkt größer werden lassen, dann das Kännchen anheben und in einer geraden Linie durch die Mitte nach vorn ziehen. Der Punkt wird zum Herz.
Die zwei häufigsten Fehler
Zu langsam gegossen: Der Schaum trennt sich im Kännchen, während du gießt. Zügig arbeiten.
Tasse nicht geneigt: Ohne Neigung fehlt die Tiefe, in der die Milch untertauchen kann. Erst schräg halten, beim Füllen langsam gerade ziehen.
