Der Mahlgrad ist die wichtigste Stellschraube am Espresso – und die einzige, an der du bei jeder neuen Packung Bohnen wieder drehen musst.
Das Prinzip
Feiner mahlen bedeutet mehr Widerstand: Der Bezug dauert länger, mehr wird herausgelöst. Gröber bedeutet weniger Widerstand: Der Bezug läuft schneller, weniger wird herausgelöst.
Alles andere hältst du dabei konstant – Dosis, Tampen, Tassengröße.
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Der Ausgangspunkt
Wiege deine Dosis ein, notiere sie. Ziel für einen doppelten Espresso: etwa das Doppelte der Einwaage als Ausgabe, also aus 18 g rund 36 g in der Tasse, in 25 bis 32 Sekunden.
So tastest du dich heran
Zu schnell durchgelaufen (unter 20 Sekunden): eine Stufe feiner.
Zu langsam (über 35 Sekunden, tropft): eine Stufe gröber.
Nach jeder Änderung: neu beziehen und messen. Eine Stufe auf einmal, nicht drei.
Der Fehler, den fast alle machen
Mehrere Dinge gleichzeitig ändern. Wer Mahlgrad und Dosis zusammen verstellt, weiß hinterher nicht, was gewirkt hat.
Immer nur eine Variable. Das dauert ein paar Bezüge länger und spart am Ende viel Frust.
Zwischen den Änderungen spülen
In der Mühle bleibt immer etwas vom alten Mahlgrad. Nach dem Verstellen einmal kurz durchmahlen und wegwerfen, sonst mischst du zwei Einstellungen.
Warum es sich ständig ändert
Neue Bohnen, andere Röstung, anderes Alter, andere Luftfeuchtigkeit – all das verändert den nötigen Mahlgrad. Das ist normal, kein Fehler der Mühle.
