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Richtig tampen: worauf es wirklich ankommt

Richtig tampen: Warum der Druck weniger wichtig ist als die Geradheit und welche drei Fehler den Espresso am häufigsten kosten.

Ob du mit 10 oder 20 Kilo drückst, macht wenig Unterschied. Ob du gerade drückst, macht sehr viel. Das ist die wichtigste Erkenntnis zum Thema.

Der Druck ist überbewertet

Lange galten 15 bis 20 Kilo als Richtwert. Untersuchungen und Praxis zeigen: Oberhalb eines gewissen Punktes ist der Kaffee so dicht, dass mehr Druck nichts mehr verändert.

Wichtiger ist, dass du gleich fest drückst – bei jedem Bezug ähnlich. Konstanz schlägt Kraft.

Gerade ist alles

Wenn der Tamper schief sitzt, ist eine Seite des Pucks dichter als die andere. Das Wasser nimmt die lockere Seite. Ergebnis: Channeling.

Hilfreich dabei: Der Siebträger sollte auf einer festen Unterlage stehen, nicht in der Hand hängen. Eine Tampermatte gibt dafür den Halt.

Die Größe muss passen

Viele mitgelieferte Tamper messen 57,9 oder 58,0 mm – bei einem Sieb, das innen weiter ist. Ein bis zwei Millimeter Luft reichen, und rundherum bleibt ein Ring Kaffee ungepresst.

Ein Tamper mit 58,5 mm presst bis an die Wand, ohne sich festzusaugen.

Die häufigsten Fehler

Nachdrehen. Das Drehen am Ende („Polieren") bringt nichts und kann die Oberfläche aufreißen.

Zweimal tampen. Nach dem ersten Mal ist der Puck fest. Ein zweiter Druck erzeugt eher Risse.

Klopfen gegen den Siebträger. Ein alter Trick, um Kaffee vom Rand zu lösen – er reißt aber den fertigen Puck an.

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