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Die richtige Bezugszeit für Espresso

Bezugszeit beim Espresso: Warum 25 bis 32 Sekunden als Richtwert gelten, wann man davon abweicht und ab wann gemessen wird.

25 bis 32 Sekunden für einen doppelten Espresso – das ist der Richtwert, an dem sich fast alles orientiert. Aber er ist ein Ausgangspunkt, kein Gesetz.

Ab wann wird gemessen?

Ab dem Moment, in dem du die Pumpe startest – nicht ab dem ersten Tropfen. Die Zeit, in der sich der Puck vollsaugt, gehört dazu.

Das ist wichtig, weil manche Maschinen eine Präinfusion haben, die mehrere Sekunden dauert. Wer erst ab dem ersten Tropfen misst, vergleicht Äpfel mit Birnen.

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Was die Zeit aussagt

Die Bezugszeit ist ein Indikator für den Widerstand im Sieb, nicht für die Qualität. Sie sagt dir, ob dein Mahlgrad zur Dosis passt.

Zu schnell heißt: zu wenig Widerstand, meist zu grob gemahlen. Zu langsam heißt: zu viel Widerstand, meist zu fein.

Wann man abweicht

Helle Röstungen vertragen und brauchen oft längere Zeiten – sie geben ihre Aromen langsamer ab. 35 Sekunden können dort richtig sein.

Dunkle Röstungen lösen sich schneller. Bei ihnen liegt das Optimum eher bei 22 bis 26 Sekunden.

Der Geschmack entscheidet

Wenn dein Espresso bei 38 Sekunden großartig schmeckt, ist er großartig. Die Zahl ist ein Werkzeug, um Fehler einzugrenzen – nicht das Ziel.

Wer nur nach der Uhr arbeitet und nicht probiert, optimiert an der eigenen Tasse vorbei.

Was du dafür brauchst

Eine Waage und eine Stoppuhr, mehr nicht. Viele Handys haben beides. Wer regelmäßig misst, findet Fehler in Minuten statt in Wochen.

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