Ein Espresso besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Trotzdem denken die meisten zuerst an Bohnen und Mahlgrad.
Warum es schmeckt
Mineralien im Wasser binden Aromastoffe aus dem Kaffee. Zu weiches Wasser löst zu wenig – der Espresso wirkt flach und leer. Zu hartes Wasser blockiert bestimmte Aromen und lässt ihn kreidig wirken.
Es gibt also nicht „je weicher, desto besser". Es gibt einen Bereich.
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Der Richtwert
Als brauchbarer Bereich gilt eine Gesamthärte von etwa 4 bis 8 °dH. Deine örtliche Wasserhärte steht auf der Website des Wasserversorgers.
Wer über 12 °dH liegt, sollte über Filterung nachdenken – nicht nur des Geschmacks wegen.
Der andere Grund: Kalk
Hartes Wasser verkalkt die Maschine. Das kostet erst Leistung, dann Bauteile. Ein Filter ist damit auch Werterhalt.
Was in Frage kommt
Filterkanne: günstig, reduziert Härte, muss regelmäßig gewechselt werden. Für die meisten Haushalte ausreichend.
Wasserfilter im Tank: bei vielen Maschinen als Zubehör erhältlich, bequemer im Alltag.
Stilles Mineralwasser: funktioniert, aber achte auf einen mittleren Mineralgehalt – destilliertes oder sehr mineralarmes Wasser ist ausdrücklich ungeeignet.
Was du nicht tun solltest
Destilliertes Wasser verwenden. Es löst kaum Aromen und greift zudem Bauteile an. Reines H₂O ist für Espresso das schlechteste Wasser, das es gibt.
