Die kurze Antwort: so viel, wie auf dem Sieb steht – plus minus zwei Gramm. Die längere ist interessanter.
Das Sieb gibt den Rahmen vor
Siebe sind für eine bestimmte Menge gebaut. Auf den meisten steht sie drauf oder auf der Verpackung: 14 g, 18 g, 20 g, 22 g.
Das ist keine Empfehlung, sondern eine Konstruktionsvorgabe. Innerhalb von etwa zwei Gramm nach oben oder unten funktioniert es, darüber hinaus wird es schwierig.
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Was bei zu wenig passiert
Der Puck hat oben Luft und keinen Kontakt zur Dusche. Das Wasser sammelt sich in diesem Hohlraum und durchweicht den Kaffee, statt ihn gleichmäßig zu durchdringen.
Erkennbar am matschigen Puck nach dem Bezug.
Was bei zu viel passiert
Der Kaffee wird beim Einspannen an der Dusche gequetscht. Es entsteht ein Abdruck, manchmal reißt die Oberfläche ein – und genau dort läuft das Wasser dann durch.
Wiegen, nicht schätzen
Löffel und Augenmaß schwanken um mehrere Gramm. Wer zwei Tassen vergleichen will, muss die Dosis konstant halten – sonst vergleicht man Zufall.
Eine einfache Küchenwaage mit 0,1-Gramm-Auflösung reicht dafür völlig.
Der Weg zur eigenen Dosis
Starte bei der Siebangabe. Wenn der Espresso zu dünn wirkt, ein Gramm mehr. Wenn er zu streng und stockend läuft, ein Gramm weniger.
Immer nur eine Sache auf einmal ändern – Dosis oder Mahlgrad, nie beides gleichzeitig. Sonst weißt du hinterher nicht, woran es lag.
