Bitter heißt meist: zu viel herausgelöst. Das Wasser war zu lange im Kaffee und hat auch die Stoffe mitgenommen, die man nicht will.
Die typischen Ursachen
Zu fein gemahlen. Der Widerstand ist so hoch, dass der Bezug stockt. Gröber mahlen ist der erste Schritt.
Zu lange gelaufen. Über 35 Sekunden für einen doppelten Espresso wird es meist bitter. Früher abbrechen.
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Zu viel Kaffee im Sieb. Mehr Widerstand, längerer Bezug – dasselbe Ergebnis.
Zu heißes Wasser. Falls einstellbar, ein paar Grad zurück.
Die Ursache, an die niemand denkt
Wenn Mahlgrad und Zeit stimmen und es trotzdem bitter schmeckt: Kaffeefett in der Maschine. Es setzt sich in Brühgruppe und Sieb ab, oxidiert und wird ranzig – und jeder Bezug läuft hindurch.
Das ist der häufigste unerkannte Grund für bitteren Espresso. Eine gründliche Rückspülung bringt hier mehr als jede Mahlgradänderung.
Verbrannt statt bitter
Wenn es nach Asche oder verbranntem Gummi schmeckt, liegt es meist an der Röstung. Sehr dunkle Röstungen bringen das mit – dagegen hilft keine Einstellung.
Die Reihenfolge
Erst reinigen, dann Mahlgrad. Wer an der Mühle dreht, während Fett in der Gruppe sitzt, jagt einem Fehler hinterher, der woanders liegt.
