Du hast weder Bohnen noch Mahlgrad geändert – und trotzdem schmeckt es flacher als vor ein paar Wochen. Das ist kein Einbildung.
Kaffee enthält Öl
Beim Bezug werden Fette aus dem Kaffee gelöst. Ein Teil landet in der Tasse – dort gehört er hin, er trägt Aroma und Körper. Ein anderer Teil bleibt zurück: an Dusche, Dichtung, Sieb und in der Brühgruppe.
Was dort passiert
Diese Rückstände oxidieren. Bei den Temperaturen in einer Espressomaschine geht das schnell – binnen Stunden, nicht Tagen. Oxidiertes Fett schmeckt ranzig und bitter.
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Und jeder neue Bezug läuft hindurch. Du brühst also frischen Kaffee durch alte Rückstände.
Warum es niemand bemerkt
Weil es schleichend passiert. Der Geschmack verschiebt sich über Wochen, und du gewöhnst dich mit. Erst nach einer gründlichen Reinigung fällt auf, wie viel darin lag.
Das ist auch der Grund, warum viele den Fehler bei Bohnen oder Mahlgrad suchen – dort, wo keiner ist.
Was hilft
Wöchentliches Rückspülen mit einer Reinigungstablette. Das ist der eine Schritt, der den Unterschied macht. Alles andere ist Ergänzung.
Die vollständige Anleitung steht unter Siebträger richtig reinigen.
